Sonntag, 19. März 2017

Local Marketplace, Massage, Kochschule, Tempel, Eichhöhrnchen und leckeres Essen

Was macht man, wenn das Thermometer 39 Grad anzeigt? Man steht früh auf, wenn es kühl ist und geht zum Markt. Zuvor beobachten wir das tägliche Eichhöhrnchen, dass sich in perfekter Akrobatik mit zwei Hinterbeinen an ein Palmenblatt hängt, um sein Frühstück vor unserem Balkon einzunehmen. Auf dem Markt probieren wir alles, was uns zwischen die Finger kommt. Mitbringsel kaufen und einfach die Atmosphäre genießen.

Dann bißchen durch die Stadt laufen. Hier blüht grade fast jeder Baum in weiß- rose und die Lilien wachsen am Wassergraben der alten Stadtmauer. Trotz des Smog kann man den Geruch von all den Blüten riechen.

In der heißen Phase des Tages gehen wir zum "Herbal Steam Massage Salon". Fussmassage, Pediküre oder Thai oil massage machen lassen. Fantastisch!

Chiang Mai überrascht immer wieder. Man muss hier wirklich auf die kleinen Details achten. Manch Hinterhof entpuppt sich auf einmal als geniales Cafe oder wunderschöner Garten. Obwohl sich hier immer wieder viel ändert (wir waren letztes Jahr erst hier und vermissen unser Lieblingskiosk) bleibt das Gesicht der Stadt erhalten. Auf der einen Seite Geschäfte der Locals, gepaart mit hippen neuen Locations.

Vorgestern waren wir in der Kochschule. Ein Geschenk für unsere Freunde. Das ganze startete am Nachmittag um 16:00h. Wir wurden vom Hotel abgeholt und zum Somphet Market gebracht. Dort bekommt man dann einen Einblick vermittelt, welche Zutaten in ein thailändisches Gericht gehören.

Man sucht sich auf dem Kochschulfleyer aus, welche 4 Gerichte an nachkochen möchte.

Anschließend wird gekocht. Wie immer kombiniert sich hier das unterhaltsame Kochprogramm mit leckerem (selbst gekochtem Essen!). Gegen 21:00h waren wir fertig.

Gestern haben wir ruhig verbracht. Hauptsächlich Mitbringsel erworben und den leckeren Kaffee aus den Bergen Chiang Mais getrunken. Direkt neben unserem Guest House haben wir einen Laden namens "The House" oder "Ginger" entdeckt. Dort kann man sehr lecker frühstücken und sich gleichzeitig von ausgefallenem Küchen- und Möbeldesign inspirieren lassen. Kann ich nur empfehlen.

Den gestrigen Abend hatten wir dort gemeinsam mit unseren Freunden bei hochpreisigem, wenn auch unschlagbar leckeren Thaifood in erstklassigem Ambiente verbracht.

Heute waren wir mit den Rädern unterwegs. Gemietet am Guest House für 50 THB. Meinen Lieblingstempel  (Wat ::::?), einen neuen Tempel entdecken und den Park (....) besuchen, die grüne Lunge Chiang Mais. Mit uns waren auch Teenies der umliegenden Schulen dort und es war recht witzig, deren Treiben zuzuschauen. Dann ein neues Restaurant (....) ausprobieren. Ohne "Mapsme" hätten wir das nie gefunden. Kann ich nur empfehlen, wenn man sich offline orientieren möchte.

Die Hitze ist enorm. Es fegt ein heißer Wind durch die Innenstadt, der nicht wirklich abkühlt. Selbst, wenn die Sonne verschwunden ist, strahlen die Gebäude und die Straße noch reichlich Restwärme ab.

Frustierend ist, dass wir morgen schon wieder abreisen müssen. Ich hätte es hier gut noch eine Woche ausgehalten. Wahrscheinlich muss man mich morgen zum Flieger rollen, bei all dem gutem Essen.






Freitag, 17. März 2017

Chiang Mai - Sripat Guesthouse

Unser bevorzugtes Guesthouse "Sripat"liegt in der Altstadt, im inneren Stadtring von Chiang Mai.

Ich liebe diese quirlige Stadt.

Der Vorteil des Hotels ist es, dass ich alles, was ich hier brauche innerhalb kürzester Gehzeit erreichen kann. Zum "The Swan" (Burmesisches Restaurant) laufen wir 5 Minuten, im näheren Umkreis sind Frisör, Markt mit allem Essen (Essenshimmel), Straßenküche, Fahrradverleih, Wäscherei genau gegenüber, Massagesalon schräg gegenüber. Apotheke und Minimarkt um die Ecke. Alle Tempel sind super zu erreichen.

Dementsprechend haben wir uns schon durch den halben Marktplatz gefuttert: Bananenchips mit Barbecue Flavour, Kokospudding, Mangoshakes, DRagonfruit und Ricecakes. Gekauft haben wir Erdnüsse mit Kaffir Lime Blättern.

Wir waren bei der Fußmassage und ich habe meinen Pony schneiden lassen. Kaputte Klamotten haben wir bei der Schneiderin abgegeben.

Ich freu mich wie ein kleines Kind, hier zu sein.

Abschied von Siargao und Flug nach CHiang Mai

Um 12:00h startete unser Transfer zum Flughafen. Ca. 45 Minuten Fahrt. Zeit, sich nochmal alles Schöne der Insel anzuschauen.

Das Miniterminal, bei dem alles von Hand, ohne PC oder Röntgenstrahlung funktioniert, haben wir erfolgreich passiert. Jedes Jahr ist ja ein anderer Gegenstand total gefährlich. Letztes Jahr Haarspray. Dieses Jahr waren es die Desinfektionstücher. Die seien feuergefährlich. Aber scheins ist das nur an diesem einem Terminal so. Wir wurden ermahnt, beim nächsten Mal, doch auf die Tüche zu verzichten, durften sie aber mitnehmen. Und auch 2 große Wasserflaschen. Gefüllt!

Der Flieger hatte 1h und 30 Minuten Verspätung. Inlandsflüge der Philippinen sind grundsätzlich mindestens eine Stunde später dran. Gut, dass wir Puffer eingebaut hatten.

Erster Stop war Cebu, von da ging es ebenfalls mit Verspätung weiter nach Manila. In Manila Flughafen haben wir ein Lieblingsrestaurant mit der besten Miso Suppe ever. Dort haben wir Mittag/ Abend gegessen und sind dann in unser Hotel gefahren (45 Minuten) . Dort sind wir um 23:00h eingetrudelt. Der Fahrer hatte sich auch bisschen verfahren. Nach drei Stunden Schlaf plus Dusche ging es wieder zurück zum Flughafen, einchecken und dann 4h nach Kuala Lumpur. Von dort 3 Stunden 30h nach Ciang Mai. Ankunft da war 14:15h Ortszeit.

Mit dem Taximeter für 150 THB zum Hotel.

Dort bißchen relaxen und dann um 18:30h zu unserem Lieblingsburmesen "The Swan". Reichlich überfressen sind wir ins Bett gefallen.

In Thailand ankommen ist immer nach Hause kommen.

Aktuell sind es hier kaum auszuhaltenden 39 Grad. Trotzdem sind wir happy. Welcome back Wilkes scheint das Land zu rufen :-)

Letzter Tag-Abschiedsessen im Warung

Der letzte Tag verlief chillig bei Sonnenschein und hauptsächlich in der Hängematte. Abends hatten wir einen Tisch für 8 Leute im Warung bestellt. Für uns 4 und 2 befreundete Pärchen, die wir hier kennen gelernt haben. Sehr shymphatische Menschen.

Wir sind zu Fuß vor dem Aufgang des Mondes hin gegangen und konnten den wundervollen, klaren Sternenhimmel bewundern. Es ist grade Vollmond, daher sieht man nachher nichts mehr von der Pracht.

Wir haben uns zum Abschluss durch die ganze Speisekarte gefuttert und es war ganz fantastisch.

Die Krönung ist mal wieder mir passiert. Ich geh auf die Toilette. Da fällt mir ein Gecko auf den Kopf. Im Anschluss prallt er von meinem Kopf ab und fällt genau ins WC. Er schwimmt also jetzt in der Kloschüssel herum. Klar, dass ein Besuch selbiger jetzt nicht mehr in Frage kommt. Rettungsversuche mittels Toilettenpapier verliefen aufgrund panischen Geckos eher negativ. Auf das Ferigen von Lichtbildern habe ich aus Pietätsgründen verzichtet.

Bei meiner Rückkehr an den Tatort nach 10 Minuten war er jedenfalls weg.

Montag, 13. März 2017

Daku Island und Spanferkelessen

Nach der ganzen sportlichen Betätigung war uns nach Entspannung. Wir haben uns für 1500,- PHP Boot gemietet und sind nach Daku Island gefahren. Die Insel sieht aus wie ein Südseeparadies. Genau so, wie man es sich vorstellt.

Die Miete für die Strandhäuschen kostet 250 PHP. Die Gebühr für das Anborden kostet 20 PHP.

Es gibt genug kleine Sari Sari Läden, die von Cola bis Rum alles anbieten.

Fantastischer Ausflug.

Am Abend hat Rico, unser Gastgeber, ein Spanferkelessen organisert. Das Schwein kam lebend an. Es wurde vor Ort geschlachtet, geflämmt, ausgenommen und aufgespießt. Das Ferkel wurde dann von Hand über dem offenen Feuer gedreht. Es gab nur einen langen Spieß mit Handgriff und Wiederlager.

Dazu ein riesiges Buffet.

Für uns Europäer ist der ganze Vorgang des Schlachtens eher schwer auszuhalten. Auf Beifügen der Videoufnahmen etc. verzichte ich daher lieber.

Es war jedenfalls sehr lecker.

Die Schweine werden hier grösstenteils mit Kokosnüssen gefüttert.




Surfen, Quallen und Inseltrip (Rock Pools)

Morgens um 07:00h, kaum hatten wir die Köpfe aus der Tür unserer Unterkunft gesteckt, wurden wir von Nick angequatscht. Eigentlich auf Frühstück und Chillen eingestellt, landeten wir auf einem Boot Richtung Daku Island. Die Surfboards an die Kuven geschnallt.

Ca. 100m vor der Insel lag der Surfspot. Die Wellen waren groß für mein Empfinden und ich hatte echt Respekt. Paar Mal konnte ich stehen.

Dazu kam, dass ich dann nach ca. 40 Minuten beim Paddeln durch Seegras voll mit dem linken Arm in eine Qualle (Blue Ball) hinein geriet. Dass waren echte Schmerzen. Ein heftiges Brennen zog sich den ganzen Arm bis hoch in die Brustmuskulatur. Der Unterarm brannte, als ob ich den in Feuer gehalten hätte. Danach habe ich noch versucht, weiter zu surfen, musste aber abbrechen.

Den Rest habe ich mich ins Boot gehockt, was auch nicht schlecht war. Alleine der Ausblick auf die Insel war super schön.

Gegen 10:00h sind wir mit den Motor Bikes zur den Rock Pools aufgebrochen. Alleine wegen der Tour und der Landschaft hat sich die Zeitinvestition von 2h gelohnt. Die Insel ist fantastisch. Ich würde behaupten, das Siargao die schönste Insel ist, die ich bis jetzt gesehen habe.

Bei den Rock Pools war es voll, da wir Sonntag hatten. Rock Pools sind sandige Löcher im Riff, in denen man bei Ebbe schwimmen kann. Ganz nett, aber eher unspektakulär.


Stand Up Paddeling

Trip des Tages war eine 2,5h lange Tour durch die Mangroven. SUP.
Mit dem Habal Habal ging es am Hotel los. Ein Habal Habal ist ein Motorrad mit einer Art Dach aus einem Metallgestell. Wir saßen zu zweit auf einem Motorrad. Auf das Dach wurden noch 3 Surfboards geschnallt. Wir waren mit 6 Leuten plus Nick, den Guide. Bezahlt haben wir 1100 PHP / Person (22 Euro).


Die Mangroven sind sehr ruhig und entspannend. Nur wenig Wellen oder STrömung. Trotzdem ist es anstrengend, so lange auf einem Board zu stehen. Irgendwann verkrampfen sich die Füße. Wir hatten auch keine "richtigen" SUP Boards, sondern Longboards. Und weil ich die einzige mit bißchen Erfahrung war, bekam ich das kleinste und wackeligste.

Ich habe erfahren, dass die Mangroven im Mai wohl richtig blühen, in gelb und rot.

Man kann viele Vögel beobachten, unter anderem auch den philippinischen Adler. Den haben wir im Vorbeiflug gesehen.

In der Mitte liegt ein Schutzgebiet für Garnelen. Auf einer Insel lebt dort mitten im Nichts eine Familie. Wir machten eine Pause auf der Insel. Tranken eine frische Kokosnuss, direkt vom Baum geholt. Sie hatte leichte Kohlensäure im Saft und schmeckte leicht säuerlich. Das Fruchtfleisch haben wir auch gegessen und dabei festgestellt, dass Hunde, Katzen, Hühner und Hausschweine ganz wild auf Kokusnussfleisch sind.

Die Hütte der Familie besteht aus einer Plattform auf Stelzen mit Dach aus geflochtenen Palmwedeln. Unter der Plattform stehen ein paar einfach gezimmerte Bänke. Oberhalb auf der Plattform wird geschlafen. Keine Privatssphäre...null Komfort. Weder Strom, noch fließend Wasser. Kein WC. Auf der Insel laufen Hühner, Katzen und Hunde frei herum. An einem Baum ist das Hausschwein angebunden. Der Boden besteht größtenteils aus leicht feuchtem Matsch. Wir hatten dann nach der Pause auch überall diesen Matsch kleben. Trotzdem eine interessante Erfahrung.

Am Ende wartete ein kühles Bier auf uns. Wir waren alle ganz schön fertig.